Wertearbeit in unserem Schulhaus: Hilfsbereitschaft, Respekt …erste Erfahrungen

So arbeiten wir mit den Kindern an unseren Werten, an unseren Puzzleteilen:

Vor einiger Zeit haben wir ja in unserem Arbeitskreis die für unsere Schule wichtigen Werte herausgearbeitet und benannt.

Dabei entstand dieses 9-teilige Puzzle, das in großer Ausführung in beiden Schulhäusern aufgehängt wurde.

Seit einiger Zeit sind wir nun am nächsten Schritt:

Wie vermitteln wir den Kindern diese großen, schwierigen Begriffe?

Was bedeuten diese für uns im Alltag?

Wie kann man so etwas lernen und üben?

Im Haus Salzbrunner Straße, bei unseren „Kleinen“, hatten wir bis jetzt die Puzzleteile „Hilfsbereitschaft“ und „Respekt“ als Unterrichtsthema.

Anhand einiger kurzer Beispiele wollen wir einen Einblick geben, was unsere Kinder hierbei erlebten und wie sie gelernt haben:

 

1. Hilfsbereitschaft

Um den Kindern nahe zu bringen, wie es sich anfühlt, hilflos zu sein und Hilfe zu brauchen, gab es in den Klassenzimmern folgendes kleines Rollenspiel:

Eine Kollegin bemühte sich verzweifelt, in einen Arbeitsanzug zu steigen und ihn zu schließen. Dabei wurde sie von einer anderen Kollegin beobachtet, ausgelacht und schlecht gemacht. Hilfe oder Hilfsangebote bekam sie vorerst nicht.

Die Kinder reagierten sehr unterschiedlich auf die Situation. Sie schauten zu, waren betroffen, mitleidig, lachten (aus Unsicherheit?), boten spontan Hilfe an oder erwarteten von der anderen Kollegin Unterstützung … auf unterschiedlichen Wegen kam es schließlich dazu, dass die Lehrerin um Hilfe bat oder ihr eben Hilfe angeboten wurde.

Ziel des Rollenspiels war es:

  • die Hilflosigkeit eines anderen Menschen erkennen
  • sich einfühlen können in die Situation der hilflosen Person
  • zu erkennen, wie man Hilfe anbietet
  • zu sehen, wie man um Hilfe bittet

Um dies ganz alltagsrelevant üben zu können, wurden den Kinder folgende 3 Sätze an die Hand gegeben:

Brauchst du Hilfe?

Komm ich helf dir!

Kannst du mal kommen?

Anhand von Alltagssituationen und mit Unterstützung von Bilderbüchern, Fotos zur Deutung der Gesichtsausdrücke/ Emotionen u.v.m. wurde in den Klassenzimmern geübt.

Im Gang und an den Stellwänden wurden Satzkarten mit den obengenannten 3 Sätzen aufgehängt.

So wurde innerhalb vielfältiger Bezüge fächerübergreifend dieses Sozialverhalten thematisiert, geübt und gestaltet. Passend dazu in der Vorweihnachtszeit war auch die Geschichte des St. Martin.

 

2. Respekt

Respekt beinhaltet für uns die beiden Aspekte:

  • Respekt gegenüber den anderen Menschen (Wir wollen das Gute, das Besondere und die Stärken unserer Mitmenschen zu sehen!)
  • Respekt / Wertschätzung auch gegenüber der eigenen Person (Für Sie als Eltern die Aufgabe: Loben Sie ihre Kinder!)

Denn nur, wenn wir uns selber mögen, passen wir auf uns und unser Tun auf. So können wir dann auch respektvoll anderen Menschen gegenüber handeln.

 

Im Folgenden ein Beispiel für unsere Arbeit an einem positiven Selbstkonzept:

Um unseren Kindern und uns bewusst zu machen, wie wir sind, was wir können, was wir mögen, brauchen und auch noch lernen wollen, wurden in den Klassen- und Lehrerzimmern eifrig Bögen ausgefüllt.

Das war für manche Kinder nicht so einfach, sich selbst positiv und mit Stärken zu sehen. Auch unsere Sozialpädagogin Frau Beier arbeitete mit den Kindern an der positiven Eigenwahrnehmung. Anschließend gestaltete sie Plakate zum Thema „Das bin ich“.

Auch die Lehrer füllten eifrig Bögen aus, dabei wurde auch viel gelacht!

Die Ergebnisse können bei uns im Gang, in den Klassenzimmern und im Lehrerzimmer bewundert werden!

Anbei einige Beispiele:

Im dazugehörenden Elternbrief haben wir die Eltern u.a. auch ermutigt, die Stärken, das Gute und Besondere in ihren Kindern zu sehen und ihnen dies immer wieder zu sagen.

Wir alle freuen uns über Lob und Respekt! Ein solches Verhalten trägt viel zu einer guten Stimmung in einer Familie und in unserem Schulhaus bei.

Jutta Häckl, Michaela Falk

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